Dr. Andrea Hopp

Assoziierte Wissenschaftler*innen

Forschungs- und Interessensschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Bürgertumsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Emotionsgeschichte des Antisemitismus
  • Geschichtspolitik und Erinnerungskultur
  • Preußische Adelsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Performative Demokratiebildung
  • Visual History

Zur Person

Dr. Andrea Hopp arbeitete nach ihrer Promotion über „Jüdisches Bürgertum in Frankfurt am Main“ an der Goethe-Universität 1996 hauptamtlich stets an der Schnittstelle von Wissenschaft und Bildung in Forschungs-, Editions- und Ausstellungsprojekten, vorwiegend zur Geschichte des 19. Jahrhunderts, editorisch zunächst am DHI London, sodann bei der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh, einer der außeruniversitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen des Bundes für bedeutende Politikerpersönlichkeiten.

Sie baute den von ihr bis Anfang 2026 geleiteten Standort Schönhausen/Elbe dieser Stiftung in Sachsen-Anhalt auf, den bislang einzigen einer Politikergedenkstiftung des Bundes in Ostdeutschland. Einen Markstein bildete dabei das von ihr mit Katja Gosdek konzipierte und 2010 bis 2025 einmal jährlich durchgeführte integrativ-interaktive Langzeitprojekt „Kunst für Demokratie“, gewürdigt als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2013/14“ (https://www.land-der-ideen.de/ausgezeichnete-orte/preistraeger/kunst-f-r-demokratie). 2022 bewilligte Bundesmittel für den Ausbau zum Wissenschaftszentrum und „Leuchtturm“ der Demokratiebildung in einer der strukturschwächsten Regionen Deutschlands krönten bis zu ihrem Ausscheiden ihre Tätigkeit dort (s. dazu auch  https://www.demokratie-geschichte.de/wp-content/uploads/2026/07/SODG-Jahresbericht-2025_digital_barrierefrei.pdf).

Seit 2014 ist Dr. Andrea Hopp Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, wo u.a. ihre in der u.g. Monografie „Im Schatten des Staatsmanns“ ausgebaute Pilotstudie über antijüdische Ressentiments adliger Frauen im 19./20. Jahrhundert veröffentlicht wurde (https://www.static.tu.berlin/fileadmin/www/10002032/Jahrbuecher/Jahrbuch_2012.pdf).

Seit 2016 ist sie außerdem Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland. Letztere finanzierte das von ihr konzipierte und geleitete, mit Katja Gosdek 2016 bis 2018 durchgeführte Pilotprojekt „Jüdische Geschichte für Flüchtlinge“, das in die u.g. Graphic Novel zur Flüchtlingskonferenz von Évian mündete.

Am Forschungsprojekt „Zerbrechliche Nachbarschaft: Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ arbeitet sie seit 2025 mit. Damit ist sie zu ihren Wurzeln und an ihre Alma Mater zurückgekehrt, an der ihre Laufbahn mit einem Studium der Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie, Mittleren und Neueren Geschichte sowie Judaistik begann.