Veranstaltung

Workshop im Rahmen des Forschungskolloquium des Promotionskollegs Gebrochene Traditionen

Berlin

Dr. Inka Sauter (Frankfurt/Main): Einführung in das Denken Martin Bubers (Workshop)
Inhaltsangabe

Martin Bubers Werk ist vielschichtig und divers. Seit der Jahrhundertwende äußerte er sich politisch, philosophisch, pädagogisch, dichterisch und literarisch, erzählte chassidische Legenden neu und war einer der wichtigsten Vertreter der „Jüdischen Renaissance“. Dabei reflektierte Buber immer wieder über die Zeiten, in denen er lebte, und fand einen Standort in seiner Religionsphilosophie. Deren Zentrum bildet jenes seit dem Ersten Weltkrieg zunehmend ausformulierte dialogische Prinzip, das in „Ich und Du“ (1923) den ersten umfassenden Ausdruck fand und das seitdem sein Werk durchzieht. Der Workshop bietet einen Überblick über Bubers Denken und Wirken. Exemplarisch werden, ausgehend von der Dialogphilosophie, seine bildungstheoretischen Überlegungen der 1920er und 1930er Jahre sowie religionsphilosophische Implikationen der Schriften zum Chassidismus in den Blick gerückt.