Veranstaltung

29 Januar 2026
18:15 - 20:00 Uhr

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Buchvorstellung mit Guy Miron

Campus Westend Casino-Gebäude 1.801

Die nationalsozialistische Verfolgung bedrohte die deutschen Jüdinnen und Juden in sich steigernden Formen, durch soziale, kulturelle und ökonomische Ausgrenzung, Emigration oder Zwangsumsiedlung, Zwangsarbeit, Deportation und Konzentrationslager. Auch ihre Erfahrung von Raum und Zeit veränderte sich dadurch tiefgreifend. Jüdinnen und Juden waren mit einer immer stärkeren Einengung des Lebens, einem Mangel an Möglichkeiten, ihre Zeit zu planen und zu gestalten, und den Schwierigkeiten des Wartens auf das Unbekannte konfrontiert.

Wie gingen sie mit dem Ausschluss aus der Öffentlichkeit um? Wie wurde ihr Gemeinschaftsleben neu organisiert und welche Veränderungen fanden im Privaten statt? Wie wirkte sich ihre zunehmende Not auf die Art und Weise aus, wie sie den Lauf der Zeit erlebten?

Guy Miron ist Professor für jüdische Geschichte an der Open University of Israel. Er ist außerdem Direktor des Center for Research on the Holocaust in Germany in Yad Vashem, Jerusalem. Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche und mitteleuropäische jüdische Geschichte. Zu seinen Veröffentlichungen gehören מ’שם‘ ל’כאן‘ בגוף ראשון. זיכרונותיהם של יוצאי גרמניה בישראל (German Jews in Israel. Memories and Past Images, Magnes 2004); The Waning of Emancipation. Jewish History, Memory, and the Rise of Fascism in Germany, France, and Hungary (Wayne State UP 2011); und gemeinsam mit Scott Ury herausgegeben Antisemitism and the Politics of History (Brandeis UP 2023).

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