Call for Applications: Objekte mit Vergangenheit

Bewerbungen zum Workshop sind bis 1. Dezember möglich

Objekte mit Vergangenheit: Jüdische Studien zwischen Bibliothek und digitaler Vitrine. Workshop zu Quellen des jüdischen Kulturerbes Sachsens, 23.- 26. März 2026

Eine Kooperation von NFDI4Culture, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, dem Buber-Rosenzweig-Institut für Jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und der Vereinigung für Jüdische Studien e. V. 

Organisiert von Martha Stellmacher (SLUB Dresden) und Tilmann Gempp-Friedrich (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Datum: 23.-26. März 2026

Ort: SLUB Dresden

Bewerbungsfrist: 1.12.2025

Zusammenfassung: Aus Anlass des Jahrs der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 laden wir 12 Studierende (ab Masterniveau) und Wissenschaftler*innen der Jüdischen Studien ein, sich im Rahmen eines Workshops mit Quellen aus den Beständen der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und deren Objektbiografien zu beschäftigen. Die Ergebnisse sollen in einer Online-Ausstellung und ggf. in einer Publikation präsentiert werden.

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat eine beachtliche Menge an Judaica, hebräischen und jiddischen Drucken und Handschriften in ihrem Besitz. Aber auch Objekte wie Schriftrollen, Thorawimpel, Fotografien und Nachlässe mit Bezügen zu jüdischen Kontexten finden sich in den Katalogen. Ein Großteil dieses Bestandes geht auf die Kurfürstliche bzw. Königliche Öffentliche Bibliothek zurück, andere Teile sind in jüngerer Zeit in den Bestand gekommen.

Der Workshop, der im Rahmen des Tacheles – Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026 stattfinden wird, möchte einen Einblick in die vielfältigen Bestände geben und die Arbeit mit ihnen ermöglichen. Hierzu sollen mit Unterstützung der Fachabteilungen der SLUB geeignete, repräsentative Objekte ausgesucht werden, um möglichst umfassend die 900jährige jüdische Geschichte in Sachsen in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Die Objekte sollen im Rahmen des Workshops mit ihren Objektbiografien beschrieben werden. Dabei geht es auch darum, die Provenienz genauer zu betrachten, um dann eine historische Kontextualisierung und Bewertung vorzunehmen.

Ziel ist es, alle ausgewählten Objekte im Rahmen einer Online-Ausstellung zu präsentieren.. Dabei sollen die Teilnehmenden mit den Grundlagen der Ausstellungsgestaltung, der Objektpräsentation, der Provenienzforschung und dem Spezifikum, Objekte aus einem jüdischen Kontext nach der Shoah zu präsentieren, vertraut gemacht werden. Der Workshop gestaltet sich als Praxisworkshop mit vielen, von Expert:innen begleiteten Arbeitsphasen und intensivem Austausch. Eine Publikation der Ergebnisse in vertiefender Form im Nachgang des Workshops ist geplant.

Die Auswahl der Objekte kann auf Grundlage des eigenen Forschungshintergrunds sowie persönlicher Vorlieben erfolgen, sollte aber unbedingt im Vorfeld mit den Workshopleiter:innen abgesprochen werden. Eine Findhilfe für die Suche ist hier verfügbar: https://cloud.nfdi4culture.de/s/kc7YFtarF66ZLCS.

Der Bestand an analogen Quellen umfasst die Zeit vom 11. bis 21. Jahrhundert und enthält theologische Schriften, Gebetbücher, Gemeindepublikationen, Notendrucke liturgischer Gesänge, Fotos von Synagogen und dem Gemeindeleben, rechtliche Quellen über die jüdische Bevölkerung, Zeitzeugenvideos etc. Dabei handelt es sich um Handschriften, Drucke, Nachlässe und Dokumente, Fotos und Audio/Videomaterial.

Als Forschungsfelder bieten sich an:

  • Personen (biographische Forschung)
  • Institutionengeschichte
  • Kunst und Kultur
  • rituelle Objekte
  • Judaica christlicher Theologen
  • Jüdisches Leben in konkreten Regionen/Städten
  • Gemeindegeschichte
  • Synagogen in Sachsen
  • zeitgeschichtliche Quellen

Die Workshopleiter:innen stehen jederzeit für eine Beratung zu den Beständen zur Verfügung und helfen bei der Auswahl geeigneter Objekte.

Kosten: Vorbehaltlich der Finanzierungszusage können Reise- und Unterkunftskosten übernommen werden, sollte die Heimatinstitution dafür keine Mittel zur Verfügung stellen.

Teilnahme: Um an dem Workshop teilzunehmen, bitten wir um eine Bewerbung bis 1.12.2025 über folgendes Formular: https://cloud.nfdi4culture.de/apps/forms/s/GMMqanQCxtZj4aFFM9K6kfe9 inklusive einem kurzen CV, einer kurzen Beschreibung Ihrer Forschungsinteressen oder eines aktuellen Projekts, an das Sie anknüpfen möchten und ggf. die Angabe eines konkreten Objekts, mit dem Sie sich beschäftigen möchten. Teilnehmen können 12 Wissenschaftler:innen mit Bezug zu den Jüdischen Studien. Masterstudierende und Promovierende seien besonders zur Bewerbung ermuntert.

Rückfragen richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adressen: martha.stellmacher[at]slub-dresden.de oder t.gempp-friedrich[at]em.uni-frankfurt.de